Warum ich nicht nach Stundensatz berechne

Texter-Preise nach Stundensätzen zu berechnen ist nicht unüblich. Dennoch berechne ich meine Texter-Tätigkeit absichtlich nicht nach einem festen Stundensatz. Warum? Das erkläre ich Ihnen in einem kleinen Beispiel:

Sie beauftragen einen Texter für die Erstellung einer Landingpage. Diese soll mit rund 1.200 Wörtern gefüllt und mit entsprechendem Bildmaterial aufgestockt werden. Der ausgewählte Texter berechnet für seine Arbeit einen Stundensatz von 50 Euro.

Nun sind Sie dran! Wie viel kostet am Ende die Landingpage?

Haben Sie einen Texter, der schnell schreiben kann, gute Recherche in kurzer Zeit leistet und zudem ungestört arbeitet, liegen Sie bei vielleicht 2 bis 3 Stunden Arbeit.

Haben Sie aber einen Texter erwischt, der zwar Spaß am Schreiben hat, aber weder das Zehnfinger-Schreiben beherrscht, noch Ruhe hat, weil die Kinder im Hintergrund den Hund ärgern, der Postbote zwischendurch an der Tür die Aufmerksamkeit fordert, der Hamster am Morgen gestorben ist und der Texter den Kopf gerade so gar nicht wirklich frei hat, sind wir bei vielleicht 4 oder 5 Stunden.

Ich mag Transparenz – auf beiden Seiten! Daher wissen Sie bei mir von Anfang an, wie viel Sie für einen guten Text zahlen müssen!

Texten ist keine Fließbandarbeit. Manchmal muss man über einen Abschnitt länger nachdenken, um exakt den Nerv der angesprochenen Zielgruppe zu treffen. Auch ist nicht jeder Tag gleich und wenn Sie heute von Texter A 1.000 Wörter in 2 Stunden bekommen, muss dies nicht heißen, dass es beim nächsten Mal auch nur 2 Stunden sind. Nach Stundensatz berechnen ist möglich, aber für mich nicht transparent genug!